Entwicklung

Ich überführe die Eier in einen Inkubator der Firma Jäger in dem die Eier direkt auf Schaumstoffmatten gebettet werden. Die Eier brauchen für ihre Entwicklung eine rel. Luftfeuchtigkeit von 70 – 90 % und einen Temperaturbereich von 25 – 34 ° C. Da das Geschlecht der Tiere nicht von Chromosomen, wie z.B. beim Menschen, festgelegt wird sondern sich im ersten Drittel der Inkubation durch die Bruttemperatur entscheidet bebrüte ich meine Eier bei einer konstanten Temperatur von 32 ° C. Der Scheitelpunkt bei der Griechischen Landschildkröte liegt bei 31,5 ° C, d.h. wenn diese Temperatur konstant gehalten wird müssten ähnlich viele Männchen wie Weibchen schlüpfen.

Bei 32 ° C sollten es daher zum größten Teil Weibchen sein, die sich später wesentlich einfacher vergesellschaften lassen als Männchen. Außerdem hat ein Männchen kein Problem mehrere Weibchen zu befruchten. Die Entwicklung des Eis beginnt damit dass sich innerhalb der ersten paar Stunden der bis dato mit dem Eiklar vermischte schwerere Dotter unten im Ei absetzt. Auf ihm schwimmt nun die Keimscheibe die vom Eiklar umgeben ist. Ab diesem Zeitpunkt darf dass Reptilienei nicht mehr gedreht werden, da es keine sog. Hagelschnüre besitzt die den Embryo in der richtigen Lage halten und verhindern dass er vom Dotter erdrückt wird.

Fotos links: Nach 18 Tagen Entwicklung bereits gut erkennbar: Das Adergeflecht und der Schildi-Embryo

 

 

 

 

Durch die frischgelegten Eier scheint etwas der Inhalt, d.h. sie sind cremefarben. Ist dass Ei befruchtet bildet sich nach einiger Zeit an dessen Oberfläche ein weißer Punkt der bald dass ganze Ei umgibt, es ist nun weiß. Durchleuchtet man das Ei vor eine Glühbirne so kann man bereits nach einer Woche deutlich dass Adergeflecht im Ei erkennen dass unsere Vermutung bestätigt: Eine kleine Schildkröte entwickelt sich !

Nach 4 Wochen ist der Embryo bereits so stark pigmentiert dass man beim Durchleuchten des Eies kaum noch etwas erkennt außer einem großen Schatten der sich manchmal sogar bewegt.

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